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Der
Espace JK - Blech statt Kunststoff
Im Oktober 2002 debutierte der JK als 'normaler' und als Grand Espace.
Neu waren neben der Optik die Bauweise (normale Stahlkarosserie), das
Konstruktionsprinzip (keine eigene Plattform mehr, sondern aufgesetzt
auf der Laguna2-/VelSatis-Plattform) und der Hersteller: Renault baut
jetzt den Espace selbst im Werk Sandouville, wo auch Laguna und VelSatis
vom Band laufen.
Die Produktion ist durch die Stahlkarosserie und den Wegfall des
'Zulieferers' Matra preiswerter geworden, so daß zu fast unveränderten
Preisen gegenüber dem JE eine in vielen Punkten wesentlich modernere
Ausstattung angeboten werden kann.
Die Motoren des JK sind teilweise überarbeitete 'alte Bekannte' aus JE
und Avantime (Basismotor 2.0-16V mit jetzt 136 statt 140 PS, 2.0 Turbo
mit 163 PS und 2.2 dCi mit 150 statt 130 PS), aber teilweise auch neu
dazugekommen (Basisdiesel 1.9 dCi mit 120 PS, V6 Benziner 3,5L mit
241 PS von Nissan und V6 Diesel 3.0 dCi mit 177 PS von Isuzu).
Erneut ist Renault mit dem Espace einige Schritte weiter gegangen als
die Konkurrenz wie z.B. der nahezu gleichzeitig vorgestellte EuroVan2
(Citroen C8, Fiat Ulysse2, Lancia Phedra und Peugeot 807) - mit Features
wie der Chipkarte, die den Schlüssel ersetzt, einem nahezu
durchgehenden Glasdach von vorn bis hinten und nicht zuletzt mit dem
erwähnten V6 Turbodiesel.
Verloren gegangen ist dem Espace die Effizienz der frühen Jahre:
während der J11 von 1984 bei 4,26m Außenlänge ein maximales Ladevolumen
von 3.000L aufwies, kommt der 40cm (!) längere JK nur noch auf 2.860L.
Außerdem ist das Leergewicht -auch aufgrund der Stahlbauweise- von einst
ca. 1.250 kg auf rund 1.700 kg gestiegen. Kein Wunder also, daß man mit
dem alten J11 von 1984 (2,0L und 110PS) mit dem neuen JK mit Basismotor
(2,0L und 136PS) außer in der Endgeschwindigkeit (hier wirkt die
bessere Aerodynamik des JK) bequem mithalten kann.
Berücksichtigen muß man dabei natürlich die gestiegene Fahr- und
Crash-Sicherheit mit allen dazu gehörenden Maßnahmen (ABS, ESP,
Versteifungen, 8 Airbags) sowie die damals noch nicht angeboteten
Features - heute teilweise Selbstverständlichkeiten wie insbesondere der
Klimaanlage - alles Dinge, die sowohl Gewicht als auch Geld kosten.
Und hier überrascht jetzt der Vergleich: der Espace 2000 TSE mit el.
Fensterhebern und ZV mit Fernbedienung kostete 1984 rund 34.000 DM, das
Basismodell heute (also knapp 20 Jahre später) mit erheblich besserer
Ausstattung (u.a. alle im vorigen Absatz genannten Features) 25.500
Euro. Ausstattungsbereinigt beträgt die Preissteigerung über 20 Jahre
damit nur ca. 10-15%! Es soll sich also bitte keiner darüber beschweren,
der Espace sei zu teuer geworden - Espace-fahren war noch nie ein
billiger Spaß.
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